Chancengleichheit

In kaum einem anderen Industrieland bestimmt die soziale Herkunft so stark das Bildungsniveau und damit über Lebenschancen wie in Deutschland. Das ist nicht fair, denn in jedem Menschen schlummern viele wertvolle Talente. Bildung ist auch kein Privileg, sondern ein Bürgerrecht und Grundlage für ein selbst bestimmtes Leben. Nur wer souverän auf Herausforderungen reagieren kann, hat gute Chancen, seinen Weg zu finden.

 

Deshalb müssen Bund und Länder auch bei der Bildung stärker zusammenarbeiten dürfen. Auch wenn Bildungspolitik in erster Linie Aufgabe der Bundesländer ist, muss der Bund durch gute Rahmenbedingungen helfen: Mit bundesweit einheitlichen Bildungsstandards und Abschlüssen, weil der Bildungserfolg eines Kindes vom Wohnort genauso wenig wie vom Geldbeutel der Eltern abhängen darf. Mit der Unterstützung von Kindern, deren Eltern eine gute Ausbildung für ihre Kinder nicht bezahlen können. Aber auch für Eltern, die für die Ausbildung ihrer Kinder Geld zur Seite legen wollen. Für berufliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen, weil Bildung in der digitalen Welt nicht mit dem Schulabschluss endet.

 

Ich halte „Weltbeste Bildung für jeden“ für ein ambitioniertes, aber lohnenswertes Ziel.

Europa

Europa ist ein großartiges Projekt: Es ermöglicht uns allen frei zu reisen, auch dort zu leben und zu arbeiten, wo wir es wollen.  Studierende können mit Erasmus ein Auslandssemester machen oder ganz zwischen Lissabon und Tallinn studieren. In immer mehr Ländern kann ich mit dem Euro zahlen und überall die EC-Karte nutzen. All das ist Europa, und all das möchte ich nicht mehr missen. Vor allem aber haben wir in Europa gelernt, dass es besser ist, miteinander zu reden, als aufeinander zu schießen.

 

Dass das keine Selbstverständlichkeit, erleben wir gerade in der Ostukraine. Aber gerade deswegen trete ich als freidemokratische Politikerin für mehr Europa ein. Mehr Europa darf allerdings nicht mehr Bürokratie, sondern muss mehr Mitbestimmung für die Bürger heißen. Mehr Europa heißt nicht mehr Gängelung durch unsinnige Vorschriften, sondern klare Regeln dafür, für welche Angelegenheiten die Mitgliedsstaaten selbst zuständig sind und wo sie sinnvoller Weise gemeinsam agieren. Das war in der Vergangenheit nicht immer klar abgegrenzt.

 

Alleine wird es bspw. bei der Terrorbekämpfung nicht gehen. Alleine wird es beim Schutz der EU-Außengrenzen nicht gehen. Alleine wird es aber auch bei der Aufnahme von Menschen nicht gehen, die auf der Flucht sind und unsere Hilfe brauchen. Am wenigsten wird es aber gehen, wenn wir uns voneinander abgrenzen.

 

Europa kann Vorreiter und Garant für „Freiheit und Menschenrechte weltweit“ sein.

Digitalisierung

Smartphone, Tablet, Internet – täglich nutzen wir die Vorzüge der digitalen Welt. Ohne diese neuen Techniken könnte ich meine Aufgaben in der Familie in Frankfurt, als Landtagsabgeordnete in Wiesbaden und Generalsekretärin der Bundespartei in Berlin kaum effizient koordinieren. In Ballungsgebieten und Metropolen ist die Nutzung der Technik meist kein Problem, aber in vielen ländlich geprägten Regionen schon: hier fehlt das notwendige Glasfasernetz und damit die Voraussetzung für schnelles Internet und schnelle Kommunikation, für die Ansiedlung und den Verbleib von Arbeitsplätzen.

 

Besonders gravierend sind die Folgen für kleine und mittlere Unternehmen, die nicht so einfach den Standort wechseln können wie große Konzerne. Am Ende gehen wertvolle, wohnortnahe und familienfreundliche Arbeitsplätze verloren – dem müssen wir als Gesellschaft entgegentreten. Der flächendeckende Ausbau der digitalen Infrastruktur muss allerdings einhergehen mit einer digitalen Bildungsoffensive für die Jüngsten genauso wie für die Älteren.

 

Ein unkomplizierter Staat“ braucht eine gute digitale Infrastruktur.

Gründerkultur

Mein Ziel ist es, Menschen möglichst gute Startchancen und möglichst umfangreiche Freiheiten für die Gestaltung ihres eigenen Lebens zu ermöglichen. Das bedeutet auch, Menschen zur Selbständigkeit, zu einer Unternehmensgründung zu ermutigen und sie dabei zu unterstützen. Menschen, die für ihre Ideen brennen, bringen unsere Gesellschaft voran und schaffen Mehrwert. Neue Unternehmen mit neuen Ideen und Geschäftsmodellen, besseren Produkten und Dienstleistungen fordern die etablierten Unternehmen heraus. Innovation sorgt für Dynamik in der gesamten Wirtschaft und in der gesamten Gesellschaft. Das eröffnet Chancen für Menschen, eigene Ziele zu verwirklichen und zukunftssichere Arbeitsplätze für andere zu schaffen.

 

Gerade aber während der Gründungsphase eines Unternehmens bremsen bürokratischen Hürden unnötig den wirtschaftlichen Erfolg. Das muss anders werden. Der Schritt in die Selbständigkeit darf nicht zum unkalkulierbaren Wagnis werden. Deswegen müssen wir flankierende finanzielle Konzepte und Strukturen entwickeln und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen für Gründer schaffen.

 

Ein gründungsfreundliches Klima erleichtert das „Vorankommen durch eigene Leistung“.