Nicola Beer

Mehr 24-Stunden-Baustellen in Hessen zur Entlastung von Pendlern und Firmen

Als Konsequenz der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion „24-Stunden-Baustellen auf Bundesautobahnen“ fordert die hessische FDP-Bundestagsabgeordnete Nicola Beer (Wahlkreis Frankfurt am Main I) das Land Hessen dazu auf, mehr auf dieses Instrument zu setzen: „Hessen ist schon immer ein Stauland. Baustellen sind ein entscheidender Grund dafür, dass die Staustunden im vergangenen Jahr in Hessen zugenommen haben. Standen Autofahrer 2014 insgesamt 25.700 Stunden auf den hessischen Autobahnen im Stau, stieg die Wartezeit 2015 auf 28.900 Stunden und erreichte im vergangenen Jahr mit 31.600 Stunden einen Rekord. Im Rhein-Main-Gebiet führt derzeit vor allem der Neubau des maroden Hauptbauwerks des Wiesbadener Kreuzes, die Neuerrichtung einer Brücke über der A 3 zwischen Offenbach und Obertshausen und die Erneuerung der A 3 bei Seligenstadt zu Behinderungen. Gerade ein Transitbundesland, durch das viele Verkehrswege führen, muss dagegen Maßnahmen ergreifen. Denn Wirtschaft und Pendler in Hessen sind auf staufreien Verkehr angewiesen. Das steigert Lebensqualität und Wertschöpfung. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir sollte bei Autobahnbaustellen daher nicht nur bei Fahrbahnerneuerungen mehr auf das Instrument der 24-Stunden-Baustellen und die bessere Ausnützung von Helligkeit in den Sommermonaten setzen. Momentan ist in Hessen keine einzige 24-Stunden-Baustelle aktiv – allein Bayern hat 26! Hier ist auch der Bund gefragt, den Ländern bei Planungen mehr auf die Finger zu schauen. Nur so kann die Parole ‚Staufreies Hessen‘ mit einiger Verspätung endlich Wirklichkeit werden.“